Mittwoch, 18. Juni 2008

Die Maske fällt

Ein kleines Gedicht für eine imaginäre B. - weil ich gerade Lust darauf hatte


Die Maske fällt

Wabernd trieft
eitriger Schleim
aus ihrer Maske
kochend, geifernd, sich grollend ereifernd

Nach außen zeigt sie Contenance
nur heimlich sammelt sie:
die Blume des Bösen

Mundwinkel gebogen
verzogenes Lächeln
wie Messer geschliffen
die Lippen voll Zorn

gleich
hinter den Zelten
fällt sie uns an
mit wegelagerndem Moriskentanz

aufgerieben ihre Kohorten
nicht länger singend
in der Unendlichkeit

Nach außen zeigt sie Contenance
nur heimlich sammelt sie:
die Blume des Bösen

die Königin schleicht sich davon
siechend, gebrechlich
morsch, verkommen, verfault
modern ihre Worte
im giftigen Schleim
die Maske gefallen
die imaginäre Attitüde starr


© Dichterfürst

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